#5nach12 mit Ruth von Heusinger und Enrico Eberlein
Shownotes
Manchmal ist die wirkungsvollste Lösung die, die es schon gibt. Wie entsteht echte Wirkung durch wissenschaftliche Erkenntnisse?
In dieser Folge von #5nach12 spreche ich mit Ruth von Heusinger, Physikerin, Gründerin und Geschäftsführerin von ForTomorrow, ausgezeichnet mit dem Planet Hero Award 2022 und als soziales Unternehmen Berlins 2024.
Was viele übersehen: Wer wirklich CO₂ reduzieren will, muss die bestehenden Systeme kennen. Sonst passiert dasselbe wie bei einem Wasserbett. Du drückst auf der einen Seite runter, und auf der anderen geht es hoch.
Im Gespräch geht es um den europäischen Emissionshandel, um das gezielte Stilllegen von Emissionsrechten und darum, warum dieses System aus ihrer Sicht ein starker Hebel für messbare CO2-Reduktion ist. Ruth erklärt verständlich, warum es nicht reicht, nur über Kompensation zu sprechen, und weshalb systemische Ansätze oft die wirksameren sind.
ForTomorrow nimmt Spendengelder, kauft genau dieselben Emissionsrechte wie die großen Konzerne und legt sie still. Ungenutzt und für immer. Dadurch verknappt sich die Gesamtmenge. Bisher sind das schon über 28.000 Tonnen. Zum Vergleich: Jede*r in Deutschland verursacht im Durchschnitt 9 Tonnen pro Jahr.
Wir sprechen außerdem über den günstigsten Weg, inclusive positiver Nebeneffekt, CO₂ aus der Atmosphäre zu nehmen
Ruth spricht offen über Privilegien, über historische Verantwortung und darüber, dass Klimaschutz auch eine Frage von Gerechtigkeit ist. Sie engagiert sich darum ebenso im Vorstand des Bundesverbands Nachhaltige Wirtschaft.
Und sie gibt Zuversicht: Das fossile Zeitalter geht zu Ende. Das elektrifizierte Zeitalter ist effizienter, kostengünstiger und demokratischer. Jeder kann seinen eigenen Strom produzieren.
Ich bin Enrico Eberlein. Bei mir hörst du, was wirkt!
Kein Weltuntergang. Bei #5nach12 geht es um Lösungen, die heute schon funktionieren.
Transkript anzeigen
00:00:00: Es ist Zeit für fünf nach zwölf hören, was wirkt.
00:00:04: Willkommen zu einer neuen Folge!
00:00:06: Transformation entsteht nicht nur durch politische Entscheidungen oder technologische Innovationen – sie entsteht besonders durch Menschen die Verantwortung übernehmen und neue Wege ausprobieren.
00:00:19: Mein heutiger Gast ist Ruth von Häusinger, Physikerin, Gründerin und Geschäftsführerin und treibende Kraft hinter vortumacher.
00:00:27: Sie und ihr Team verbinden wissenschaftlichen Hintergrund, Unternehmergeist und gesellschaftliche Verantwortung miteinander.
00:00:34: Wir sprechen unter anderem über ihre Motivation, Hintergründe zum Kauf- und Stilllegen von Emissionsrechten im europäischen Emissionshandel, den Ausbau neuer Wälder in Deutschland und Überbildungsarbeit für mehr Klimaschutz.
00:00:49: Für Ihre Arbeit wurde sie unterandere mit dem Planet Hero Award.
00:00:53: In den vergangenen Jahren war sie seit dem Jahr, dass die Verwaltungsverband in Deutschland ein sehr starkes Land ist.
00:01:05: In der Vergangenheit wurde im Jahr, als es sich um die Erkennung des Bundeslandes verwendet hat, eine große Erkenntnis zu geben.
00:01:15: In diesem Jahr waren wir auch auf der Bedeutung von Berlins soziale Unternehmen.
00:01:21: Sie haben das Finneo-Wirk Ziegeln.
00:01:22: Außerdem ist Ruth im Vorstand.
00:01:24: Vielen Dank.
00:01:24: Schön, dass du da bist!
00:01:26: So bevor wir aber also ich stoppe eine riesen Themenvielfalt über uns vorgenommen haben wird die Stunde weil sie jetzt schon wieder nicht reichen.
00:01:32: aber es immer so.
00:01:33: Bevor wir auch zur Klimaschutz, Emissionshandel und Fortumorung im konkreten sprechen fangen wir doch mal mit dir an.
00:01:40: Also wenn wir dich fragen wer ist gut von Häusinger?
00:01:43: was wäre die Antwort?
00:01:44: oder ist sie?
00:01:46: Ja, sehr schwierige Frage.
00:01:48: Aber ich würde auf jeden Fall sagen, ich bin ein Mensch der versucht was Sinnvolles zu tun und möglichst wenig Leid zu generieren.
00:01:55: aber ich merke auch wie schwierig das ist in unserer heutigen Welt weil die Welt einfach sehr komplex ist.
00:02:01: wenn ich irgendwie etwas kaufe Ich weiß kann selten wissen was genau alles dahinter steht wie die ganze Kette ist Und dass es was eben für Menschen in der heutigen Welt sehr schwer macht, in den Systemen, in denen wir leben wirklich so zu leben dass man eben keinen Schaden anrichtet.
00:02:19: Ist übrigens einer der Gründe warum wir dem Podcast machen um eben ein paar Dinge zu setzen weil am Ende ist die Welt komplexe.
00:02:25: aber auf deiner Seite hat es auch viele Möglichkeiten für Ansätze und Lösungen gibt es ja.
00:02:30: sprechen mal heute das eine dahintergründer warum der podcast fünf nach zwölf existiert geht nicht immer weltuntergang.
00:02:36: manche denken das immer Aber die treuen hören wissen dass das nicht der Fall ist.
00:02:41: Du hast in einem passt ganz gut dazu, was du gerade gesagt hast.
00:02:44: Im anderen Gespräch gesagt da ehrlich erzählt dass es nicht immer leicht fällt obwohl man also Dinge umzusetzen auch wenn man sehr sehr konsequent so hast du dich bezeichnet im gespräch.
00:02:55: ich versuche so nach und nach immer konsequenter zu werden.
00:02:58: aber ich habe natürlich auch noch die bereiche wo ich eben noch mehr machen könnte und wo ist dann eben so ein bisschen wo ich wirklich sehe, dass das sehr mein eigenes Glück schmälern werde.
00:03:10: Und ich glaube bei dem ganzen Thema brauchen wir einfach auch ganz viel Freude um da um das voranzubringen weil sonst machen das halt alles... Also ich mache es letztendlich um Leben zu retten und um gutes Leben zu ermöglichen und das schließt natürlich auch ein eigenes gutes Leben mit ein.
00:03:30: Das Schöne ist jetzt, oder eigentlich nicht.
00:03:31: Jetzt brauchst du mir ein Bild.
00:03:32: Du hast nämlich gleich so einen Strahlen ins Gesicht bekommen.
00:03:35: Das fand ich sehr erstaunlich.
00:03:36: also es war sofort zu merken das ist dein Herzensthema.
00:03:39: Es ist ja nicht immer einfach wie gehst denn damit um?
00:03:41: Also eigenen Anspruch, Komplexität dann kommen wir vielleicht an Grenzen...
00:03:51: Ich versuche natürlich viel im eigenen Handeln direkt umzusetzen, was ich direkt beeinflussen kann.
00:03:55: Aber ich versuche eben auch die Systeme zu verändern in denen wir leben so dass wir uns gar nicht so viele Gedanken darum machen müssen ist es jetzt gut was ich jetzt gekauft habe oder nicht?
00:04:05: hätte ich lieber das andere kaufen sollen?
00:04:07: wäre das besser gewesen seit unglaublich kompliziert im Alltag sondern dass wir einfach in einem system leben wo wir schon wissen das was wird tun ist gut.
00:04:16: weil eben das system gut funktioniert
00:04:19: Finde ich einen guten Punkt.
00:04:20: Macht's denjenigen, die gar nicht so tief einsteigen wollen viel einfacher?
00:04:23: Weil sie können sich darauf verlassen ist funktioniert und es geht.
00:04:26: Ja, gut so Punkt!
00:04:29: Jetzt warst du ja nicht immer selbstständiger Unternehmerin sondern hat das schon eine erfolgreiche Karriere im Energiesektor.
00:04:36: Und kannte es dich schon bei anderen Unternehmen in Visionshandel aus.
00:04:40: warum hast du trotzdem den Schritt gemacht zu gründen was dir gefehlt oder keine Ahnung?
00:04:44: was war der Beweggrund zu sagen jetzt mache ich es selbst.
00:04:48: Also Klimaschutz ist wirklich was, was mich schon seit der Schulzeit bewegt und das auch für mich so die Grundlage.
00:04:54: Wir brauchen einfach ein funktionierendes Klima.
00:04:56: Das ist die Grundvoraussetzung für alles andere.
00:04:59: Und deswegen war es ganz pragmatisch, der Weg erstmal bei einem erneuerbaren Energienversorger zu arbeiten.
00:05:06: Ich wollte aber noch mehr tun bin dann zum gemeinnützigen Unternehmen gewechselt weil ich wirklich wollte dass die Gemeinnützigkeit an oberster Stelle steht und die haben Klimaschutzprojekte im globalen Süden gemacht Und da kam dann öfters die Nachfrage, können wir nicht was machen?
00:05:21: Was direkt hier den CO-Ausstoß reduziert.
00:05:24: Das hat mich nicht mehr losgelassen weil ich auch dachte, diese Projekte in Listoto oder in Senegal sind total gut und auch wichtig gerade für die Entwicklungshilfe.
00:05:34: aber vom CO-Zweihausstoß gesehen her finden wir halt das Problem hier und nicht die Menschen dort, weil sie haben so einen niedrigen Protokopfausstoßen.
00:05:43: also Der kann eigentlich auch so bleiben, wenn wir hier unseren Pro-Kopf-Ausstoß reduziert bekommen.
00:05:49: Und dann habe ich angefangen – gerade weil ich ja den Europäischen Emissionshandel schon kannte – hab mich wirklich damit auseinandergesetzt.
00:05:56: Wenn wir das wirkungsvoll machen wollen….
00:05:58: wie macht man das eigentlich?
00:06:00: Wenn es schon so ein System gibt wie den europäischen Emissionenhandel, denn man muss da sehr aufpassen, wenn man wirklich wirkunftsvoll CO² reduzieren möchte in Europa, muss man die bestehenden Systeme kennen, weil sonst kann es zu Wechselwirkungen kommen.
00:06:16: Ich beschreibe das immer ganz gerne wie bei einem Wasserbett wo man dann versucht das Wasser rauszubekommen und dann drückt man an der einen Seite runter und dann geht es auch runter aber insgesamt bleibt die Menge an Wasser gleich, weil es einfach an der anderen Seite hochgeht.
00:06:28: Und das kann halt hier in Europa auch passieren wenn ich eben auf der einen Seite dann CO² reduziere dass dadurch mehr CO² ausgestoßen wird.
00:06:37: Das kann halt passieren wenn nicht mit den Systemen Arbeiten die es schon gibt.
00:06:41: und da deswegen... Nutzen wir eben wirklich das System, was schon gibt in europäischen Emissionszahnen.
00:06:47: Weil da ist es so ein bisschen als ob man wirklich so einen Loch in das Wasserbett bohrt oder dass das Wasser rausfließt also dass die Gesamtmeyer an CO-Emmission gesenkt wird.
00:06:55: Perfekt!
00:06:56: Sehr schönes Bild, das werde ich mir gleich merken und das kann ich gut nutzen für Posts oder andere Erklärungen an der Stelle.
00:07:02: Wir gehen da definitiv noch letztendlich tiefer rein, lass uns nur einen Schritt vor der Gründung sein.
00:07:10: Du wolltest ja ganz bewusst, hast du jetzt auch schon gesagt ein konkreten Hebel den Menschen in die Hand geben und konkret was bewegen?
00:07:18: Was war so der Hintergrund wo du gesagt hast also bis dahin es gab ja schon Angebote und es gibt ja auch weitere Angebote.
00:07:25: Was wollt ihr dazu?
00:07:25: wenig dran oder zu schlecht, zu langsam, zu wenig Wirkung...
00:07:29: Ja, kann ich auch ein ganz einfaches Beispiel nehmen.
00:07:32: Ich komme aus dem erneuerbaren Energienbereich und natürlich habe ich auch Ökostrom noch.
00:07:37: Aber wenn man sich mit der Materie auskennt dann weiß man aus der Steckdose kommt halt trotzdem der Kohlestrom selbst wenn ich Ökosprume auf den Papier hab physikalisch gewinnt Daran wollte ich gerne was ändern, dass man wirklich ein Hebel hat auch auf diese großen Kohlekraftwerke.
00:07:54: Auf die ich sonst als Privatperson überhaupt kein Hebel habe weil ich kann dann Ökostrom nehmen aber physikalisch verbrauche halt trotzdem den Kohlestrom.
00:08:01: und das war sowas wo auch wieder dann im Lehrgedank war okay über den Emissionshandel.
00:08:06: Da kann ich den Menschen wirklich ein Hebelt aufgeben.
00:08:08: Auf diese Bereiche, die sie nicht selber beeinflussen können Stahl oder Zementes zum Beispiel in anderer Bereich.
00:08:13: Ich kann selten entscheiden dass die Gebäude die ich nutze mit grünem Stahl gebaut wurden.
00:08:18: das ist halt was wo ich als Privatperson kein Hebelt drauf habe und auch oft als Unternehmen nicht.
00:08:23: Ja ja aber wir wissen an der Stelle noch mal darauf hin es macht schon Sinn Ökostrom zu beziehen.
00:08:27: Auf
00:08:28: jeden Fall!
00:08:29: Nicht damit jetzt jemand falsch versteht Aber ja, kann den Beweggrund natürlich sehr gut verstehen.
00:08:34: Aber über Energie reden wir heute gar nicht so sehr, sondern wir bleiben bei eurem Thema was euch insbesondere bewegt.
00:08:41: also deswegen fangen wir mal jetzt gehen wir mal tiefer rein erzählen wir so sozusagen das Grundprinzip für den Leinen was Foto immer um macht.
00:08:50: Um das zu verstehen muss man einmal ganz kurz auch dem verpflichtenden europäischen Emissionshandel verstehen.
00:08:54: Den gibt es ja schon seit zwanzig Jahren.
00:08:56: Und was ja gut ist, zum einen der es verpflichtet.
00:08:58: Also wirklich alle großen Emittenten müssen daran teilnehmen in den Sektoren die da drunter fallen.
00:09:05: Das sind z.B.
00:09:06: die Stahlindustrie, aber auch chemische Industrie oder eben wie gesagt die Stromversorger, Kohlekraftwerke, Gaskraftwerke... Alle die CO²-Ausstoßen müssen daran Teil nehmen und das System funktioniert so dass der Staat das Recht versteigert eine Tonne CO² ausstoßen zu dürfen.
00:09:23: also wenn ich als Unternehmen Kraftwerk zum Beispiel, eine Tonne CO² ausstoßen möchte muss ich mir vom Staat das Recht dafür kaufen.
00:09:33: Und der Clou bei diesem System ist, dass die Menge an Rechten beschränkt ist.
00:09:36: Also es gibt nicht unendlich viele Rechte, sondern die Menge ist beschränkend so das die EU genau weiß.
00:09:42: wir wollen so und zu viel CO² reduzieren dann geben wir nur so und so viel Rechte aus.
00:09:48: Das finde ich sehr gut weil es wirklich die Menge ans CO² beschränmt.
00:09:51: also es ist nicht ein System was dem Preis setzt und über den Preis funktioniert sondern es funktioniert wirklich über eine Beschränkung der Menge.
00:10:01: Und es hat jetzt in den zwanzig Jahren, wo es besteht eben auch schon den CO²-Ausstoß in der EU halbiert.
00:10:09: In den Sektoren, wo's wirkt.
00:10:10: Obwohl die Wirtschaft weitergewachsen ist.
00:10:12: also zeigt halt auch sehr schön das beides möglich.
00:10:14: Wirtschaftswachstum und gleichzeitig die CO² Emissionen senken.
00:10:19: Das Problem bei dem System ist dass es eben noch nicht schnell genug geht.
00:10:23: Also laut neuen IPCC Bericht steuern wir auf zwei Komma acht Grad zu viel zu viel, das wird katastrophale Auswirkungen haben wenn es wirklich so kommt.
00:10:35: Also wir brauchen einfach noch mehr Beschleunigung und der Podcast hier fünf nach zwölf.
00:10:40: Und das war für mich so der Grund warum wir eben mit Fortmore da reingehen.
00:10:44: Wir gehen da rein.
00:10:45: Wir wollen das System nicht zerstören sondern wir wollen den positiven Effekt denen es hat beschleunigen und verstärken Und das machen wir ganz straight forward.
00:10:53: Wenn Menschen an Fortumora spenden oder unternehmen, dann nehmen wir diese Spendengelder und kaufen genau die gleichen Emissionsrechte wie die Kohlekraftwerke.
00:11:02: aber wir nutzen sie nicht für einen CO-Zweihausstoß, sondern wir legen die einfach ungenutzt still.
00:11:06: also wir verknappen die Menge.
00:11:08: dadurch senken wir eben die Gesamtmenge an Emissionsrächten und dadurch eben auch die Gesammemenge an CO² was ausgestoßen werden darf.
00:11:15: Und das ist wirklich mit jeder Spende, mit jedem Emissionsrecht was wir wegkaufen wissen.
00:11:20: Eine Tonne zu zwei wird weniger ausgestoßen in Europa.
00:11:25: Gut wie seid ihr denn eigentlich auf die Idee gekommen?
00:11:28: Ja, ich habe in den Ermissionshandel gearbeitet bei dem Energieversorger.
00:11:34: Da einfach im Trading, also ich hab da auch mit den Stahlkonzernen zum Beispiel gehandelt und mit den Stadtwerken die das eben kaufen mussten für ihre Kohlekreifwerke.
00:11:43: Und dadurch habe ich das System schon sehr gut kennengelernt und ich habe mich immer gefragt warum das so wenig genutzt wird für den Klimaschutz.
00:11:50: weil das Interessante ist dass die EU von Anfang an eingebaut hat Funktionen gibt, dass man so ein Emissionsrecht auch einfach ungenutzt löschen kann.
00:11:58: Eigentlich müsste es die ja gar nicht geben.
00:11:59: das ist ein bisschen so als ob man Bankkonto hat wo man einfach Geld entwertet kann.
00:12:04: Das darf man ja gar.
00:12:09: Und bei Emissionsrechten ist das aber wirklich so von der EU auch schon geplant worden, dass die eben das System von Anfang an schon so designt haben.
00:12:16: Dass man damit Klimaschutz beschleunigen kann.
00:12:18: Es wurde halt nur sehr wenig genutzt wahrscheinlich auch weil es im finanzielles also eine barfin reguliertes System ist.
00:12:26: Also es hat schon einige Hürden um da reinzukommen und man muss es eben auch sehr gut kennen.
00:12:31: Man muss schon genau wissen an welchem Schräubchen man dreht.
00:12:35: Dadurch, dass die EU ja einstimmig beschließen muss ist es sehr komplex geworden.
00:12:40: Es gab dann sehr viele Kompromisse Und dadurch ist so was wie die Marktstabilitätsreserve entstanden, die eben auch wieder sehr kompliziert ist.
00:12:48: Das ist halt ein Grund warum wir zum Beispiel jetzt mit Photomoren noch nicht direkt löschen sondern erst mal die Emissionsrechte nur auf den Treuhandkonto verschieben.
00:12:56: Unser Aufsichtsrat Professor Pril Perino Konto bevollmächtigt da ist und darüber wacht das da nichts mehr von weg geht und dass sie eben zum optimalen Zeitpunkt gelöscht werden.
00:13:04: weil im Moment löscht die EU auch sehr große Mengen raus über die Markt-Stabilität-Reserve Und wir wollen natürlich, dass die EU möglichst viel rauslöscht und deswegen halten wir die Mengen jetzt erstmal noch.
00:13:14: Und löschen erst wenn die EU nicht mehr löscht.
00:13:16: also man muss eben wie bei einem Urwerk schon genau wissen an welchem Rädchen muss ich drehen um die maximale Wirkung zu haben.
00:13:23: Machen das andere auch?
00:13:24: Also gibt es andere gemeinnützliche Organisationen, die das gleiche machen wie ihr?
00:13:29: Ja, wir reden über Wettbewerber aber ist ja gar nicht Wett bewerbbar.
00:13:31: Aber woher ist das gleiche Ziel?
00:13:32: Gibt es das oder
00:13:34: ist das was Besonderes?
00:13:35: Es gibt einen Vorprofit-Unternehmen noch, was das macht.
00:13:38: Die sind nach uns instandend Kapitur heißen die.
00:13:41: und dann gibt's noch die Kompenselters, die machen das auch schon sehr lange.
00:13:44: Aber als ich fortmorgen gegründet habe waren sie gerade unholt halt wegen diesem Marktschabilitätsreserver Mechanismus genau.
00:13:52: Aber die sind jetzt auch wieder aktiv und machen das eben auch.
00:13:56: Ich würde mir wünschen, dass es ihm noch viel mehr gibt, die das auch machen.
00:13:59: Es gab auch mal in den Niederlanden Krabenkillers.
00:14:03: Die sind aber leider glaube ich nicht mehr aktiv soweit ich's gesehen habe.
00:14:06: wir wurden auch von der schwedischen Journalistin gefragt ob sie es auch in Schweden gibt und war uns nicht bekannt dass es sowas in Schwede gibt.
00:14:15: aber wir haben natürlich gesagt nur wir haben eine englische Webseite.
00:14:18: Wenn man das mit uns macht, wirkt sich aufs Gesamt-Iu aus und kam dann wirklich auch auf die Titelseite von der größten Tageszeitung.
00:14:26: Und hatten dann auf einmal Spenden aus Schweden, die zu uns kamen, mit denen wir Emissionsrechte rauskaufen konnten.
00:14:32: Cool!
00:14:33: Wie groß ist denn die Wirkung schon?
00:14:34: Also vielmehr allein.
00:14:37: Die Frage hatte ich noch gar nicht drauf.
00:14:38: Deswegen ... wie groß habt ihr das?
00:14:40: Ja, wir haben jetzt... Insgesamt schon über siebenzehntausend Emissionsrechte rausgekauft.
00:14:47: Also wir sind jetzt schon knapp bei achtundzwanzigtausend und das ist eben wirklich achtund zwanzig tausend Tonnen CO², also so eine riesige Menge die nicht mehr ausgestoßen werden darf wenn man das so mit einem Durchschnittsdeutschen vergleicht der stößt zu neun Tonnen pro Jahr aus.
00:15:06: Also es ist wirklich eine enorme Menge die wir jetzt schon rausgenommen haben und die halt wirklich dadurch nicht mehr in der Luft gelandet ist.
00:15:13: Also das ist was, was mich sehr stolz macht... auf die ganzen Menschen, die schon mitmachen und die ganzen Unternehmen, die sie schon mit machen.
00:15:22: Weil das hat ja nicht nur den Effekt, dass wir den CO²-Ausstoß in der EU ersenken sondern das Geld was für die Emissionsrechte ausgehen.
00:15:30: Das geht ja nicht verloren.
00:15:31: Das erhält der Staat, der hat über die Emissionenzahnungssysteme über zwanzig Milliarden eingenommen im letzten Jahr und ist verpflichtet von der EU das wieder in Klima- und Transformationsprojekte zu investieren.
00:15:42: also mit dem Geld wird wieder etwas Gutes gemacht Und wir treiben wirklich dadurch eine Wirtschaft voran, die fossilfrei ist.
00:15:50: Also die nicht mehr abhängig ist von den fossilen Energienporten und wir merken ja gerade wie sehr uns diese Abhängigkeit schadet in der Wirtschaft.
00:15:59: Also erst mal herzlichen Glückwunsch zu so einer Bewegung, das muss man erstmal hinbekommen.
00:16:04: Und ich glaube es war wichtig nochmal die Ergänzung zu sagen, dass da sozusagen das Geld dann für Zukunftsdinge eingestellt werden was ja sehr sehr wichtig ist und ich glaube Europa gerade ganz gut vertragen kann.
00:16:14: Ja genau!
00:16:15: Es wird ja auch nichts bringen wenn wir uns einfach nur... also wir wollen nicht einfach nur irgendwie etwas kaputt machen sondern wir wollen wirklich die Transformation vorantreiben.
00:16:21: Das ist ja ganz ganz wichtig.
00:16:23: Sind das dann eher Privatpersonen die das tun oder sozusagen?
00:16:27: Kann man Es
00:16:27: hätt sich jetzt so die Waage.
00:16:29: Also wir sind mit Privatpersonen gestartet und dann kamen einfach Unternehmen auf uns zu und haben gefragt, ob sie das nicht auch machen können.
00:16:36: Und dann haben wir gedacht ja warum nicht?
00:16:38: Das ist total sinnvoll.
00:16:41: Gerade für die Unternehmen auch die nicht unter dem Emissionshandel verpflichtet sind.
00:16:44: da gibt es hier einige.
00:16:48: So sind wir eben auch in diesem Bereich gewachsen und jetzt ist ungefähr fifty-fifty vom Spendenumsatz her.
00:16:57: Ich muss jetzt natürlich als Banker trotzdem mal so eine Frage stellen.
00:16:59: Gibt es auch, also es gibt doch sicher auch kritische Stimmen die sagen also ist eigentlich nicht gut dass ihr das tut ne treibt dann quasi den Preis für Emissionsrechte?
00:17:07: Also theoretisch in der Größenordnung ist natürlich noch viel größer für ganz Europa.
00:17:12: Das ist ja nicht gut für unsere Wirtschaft, wird es noch teurer?
00:17:14: Die haben eh schon Wettbewerbsnachteile.
00:17:16: Habt ihr solche Diskussionen?
00:17:17: Hast du sowas schon erlebt oder...
00:17:18: Ja aber das kommt vor allem von Menschen die sich nur nicht so tief mit dem System beschäftigt haben weil der Emissionssahne also am Anfang hatte er noch einige Schwachstellen.
00:17:27: Das ist ja auch gerade der Grund, warum die EU hier zu viele Emissionsrichter selber rauslöscht.
00:17:31: Da wurden da anfangt deutlich zu viel ausgegeben und eine Schwachstelle war eben auch das Khaben Leakage nennt man das.
00:17:37: Also dass zum Beispiel Stahlkonzerne dann abwandern bei Strom geht es natürlich nicht.
00:17:41: aber Stahl Konzernen können ja durchaus abwandeln und den Stahl in Indien zum Beispiel produzieren und dann hier wieder importieren.
00:17:48: Aber da hat die EU auch nachgebessert gibt's jetzt einen CO² Grenzausgleich und das Schöne Mit Indien gibt es jetzt ein neues Handelsabkommen und das ist trotzdem mit drin der CO-Zweigrenzausgleicher.
00:18:01: Also auf indischen Stahl, wenn die den hier in die EU importieren, die müssen genau das gleiche zahlen wie der Stahl da hier in der EU hergestellt wurde.
00:18:09: Und das ist natürlich ganz wichtig weil sonst Klimaschutz ist ja was, was man weltweit denken muss als eben weltweit eine Fakt hat, die Tonne CO-zweih.
00:18:20: Und da ist es natürlich ganz wichtig, dass wir nicht einfach nur Emissionen verlagern.
00:18:24: Sondern dass wir wirklich konsequent reduzieren weltweit.
00:18:29: und das ist auch was, was wir über den Emissionshandel eben auch schaffen können wenn wir dann diese neuen Technologien vorantreiben so etwas wie die grüne Stahlproduktion wo ja auch die Stallkonzerne schon stark investiert haben.
00:18:40: also so ein Stallkonzern wie Salzgitter macht sich jetzt sehr stark für den Emissionshandel weil sie eben da auch schon das mit eingerechnet haben und da investiert haben.
00:18:49: Und weil die auch wissen, wir sind da wieder im Wettkampf mit China, weil China auch ganz stark daran ist Grünstahl zu produzieren.
00:18:55: Wir müssen eben sehen, dass wir diesen Wettkämpf nicht verlieren.
00:18:57: Wir haben es ja bei den Elektroautos leider ein bisschen verschlafen.
00:19:00: Da hat der Emissionshandel nicht gewirkt.
00:19:02: Der ist immer noch nicht in Kraft für Gebäude-und Verkehr.
00:19:08: Aber da müssen wir eben sehen , dass wir das nicht bei den anderen Industriezweigen verschlaffen.
00:19:14: Ja, ich glaube die jetzt das erste mal so ein bisschen mit dem Thema sich verständigen werden sehen.
00:19:18: Wow hat da eine gewisse Komplexität aber... Damit ruht sich nicht selbst Werbung machen muss man das jetzt einfach.
00:19:24: Also geht mal auf die Homepage, da gibt es ein nettes Video von Herrn Jeneke.
00:19:27: Ja
00:19:28: genau.
00:19:29: So ich komme jetzt nicht auf den Fohrenamt an der Stelle.
00:19:31: Hannes Genau und das ist ziemlich knackig und kurz erklärt
00:19:35: zwei Minuten
00:19:36: genau was da an Wirkung kommt kann also nur jeden nahe legen weil er doch eine hohe Komplexität hat.
00:19:41: Hat das so und am Ende ist ja auch so wichtig verstammt.
00:19:44: Einer der Gründe, warum du es gemacht hast zu sagen wie kann ich einfach Menschen einen Zugang zu schaffen dass sie etwas bewirken können?
00:19:51: Ja genau und es muss auch nicht jeder das in der Komplexität verstehen.
00:19:55: nur das ist ja unsere Aufgabe mit Photomore
00:19:58: Genau, jetzt denkt ihr mal nach der OO da geht es ja bestimmt um viel Geld sozusagen was da bewegt wird.
00:20:03: Dann sollten wir gleich mal auf eure Rechtsform reinkommen.
00:20:06: hier ist eigentlich eine gemeinnützige GmbH und ich nehme an das hat nicht nur juristische Gründe sondern hat ein klares Thema der eigenen Haltung zu dem Thema.
00:20:15: also warum ist das Thema euch so wichtig?
00:20:17: Das erklärt vielleicht auch den einen oder anderen Kritiker der jetzt auf dem Schirm kommen könnte.
00:20:22: Ja, das war wirklich für mich sehr wichtig.
00:20:24: Ich habe da am Anfang überlegt ob ich es vielleicht doch vor Profit gründe weil... dann kann man halt schneller wachsen, man kann einen Kapital einsammeln.
00:20:32: Aber ich habe mich dann bewusst dagegen entschieden weil ich ihm wollte dass diese Gemeinnützigkeit immer an oberster Stelle steht und das da nie irgendwie in Zwiespalt kommt, dass man doch vielleicht mal was machen müsste, was nicht so gut wäre für ein Klimaschutz aber halt viel Profit bringen sollte.
00:20:44: Das wollte ich schon von Anfang an ausschließen.
00:20:48: deswegen hab ich es eben gemeinnützig gegründet.
00:20:52: Ich mach das wirklich hauptberuflich, aber ich mache es noch komplett ehrenamtlich.
00:20:57: Weil ich mich eben aus einem Erbe finanzieren kann und da spreche ich jetzt auch ein bisschen offen darüber als habe ich am Anfang nicht so drüber gesprochen.
00:21:03: Aber genau!
00:21:05: Das ist was eben auch nochmal zeigt dass ich wirklich komplett dahinter stehe und mir geht's wirklich um die Wirkung beim Klimaschutz.
00:21:16: also das ist so das was mich einfach antreibt.
00:21:20: Wow, ich wusste es nicht ehrlicherweise.
00:21:23: Und er kann das auch verstehen wenn man nicht unbedingt darüber reden will aber kommt da drauf an was man damit macht und ich denke du machst gerade etwas sehr positives.
00:21:31: Ja am Anfang konnte ich es auch noch ganz gut in meinem Mann hat damals noch bei der Boston Consulting Group dann haben die Leute wahrscheinlich gedacht darüber finanziere ich mich oder so weil am Anfang... Wenn man aufbaut da kommt ja noch nichts rein.
00:21:40: Das ist wirklich diese Aufbauphase Aber jetzt arbeitet mein Mann tatsächlich auch mit bei Photomore.
00:21:47: Der ist dann rübergewechselt, was ich sehr dankbar für, weil der es von Anfang an auch schon ehrenamtlich unterstützt hat und dann diesen IBB-Gründungsbonus bekommen und konnten damit die ersten Menschen anstellen und eben auch ein Gehalt sein.
00:21:59: Wir orientieren uns da am Tarif öffentlicher Dienst ganz transparent unsere Gehaltsstruktur Und das war so die Phase nach Corona wo er dann auch nochmal überlegt hatte dass er eigentlich gern voll für Klimaschutz arbeiten möchte und dann darüber gewechselt hat natürlich viel Gehaltseinbuße im Kauf genommen.
00:22:18: Das gehört irgendwie auch leider noch mit dazu, das ist halt so.
00:22:24: aber da bin ich so dankbar weil er wirklich die Webseite dann so gestaltet hat, dass es auch sehr einfach ist.
00:22:30: Weil das war auch so ein Punkt am Anfang der mich sehr beschäftigt hat bei Webseiten von gemeinnützigen Organisationen, dass ich dachte warum machen dies einem so schwer zu spenden?
00:22:39: Ich will schon spenden und ich finde irgendwie nicht wo jetzt der Knopf, wo ich spenden kann und da muss man teilweise einfach überweisen, dann gibt's gar nichts wie man online spenden können.
00:22:48: Das wollte ich auf jeden Fall auch vereinfachen,
00:22:53: Aber es ist euch gelungen, kann ich zumindest sagen.
00:22:55: Ich kenne natürlich die Seite und man kommt da wirklich sehr schnell.
00:22:58: Also die ganze Familie ist engagiert stark Hut ab an der Stelle.
00:23:03: Du hast ja gerade gesagt, wir haben uns dann ganz bewusst für die Gemeinnütze gegeben.
00:23:06: Wir haben entschieden aber ihr wollt natürlich wachsen.
00:23:08: Ihr wollt mehr Wirkung erreichen wie geht man den so einen Spagat an?
00:23:12: Das ist nicht ganz ohne.
00:23:13: Ja wir haben zum Glück jetzt Menschen, die das wirklich die Spenden auch eher wie ein Investment sehen.
00:23:23: Also es gibt die Menschen, die spenden wollen und direkt auch wollen, okay welche positive Wirkung hat das entfaltet?
00:23:29: Das ist denke ich der Großteil, ist total legitim!
00:23:32: Bin ich auch.
00:23:33: Und für die zeigen wir halt ganz transparent, wenn du so ein so viel spendest, können wir einen Emissionsrecht damit rauskaufen oder eben so viele neue Waldfläche aufforsten und so viele Bäume pflanzen weil das mir halt auch ganz wichtig ist, dass man direkt weiß was passiert eigentlich mit der Spende.
00:23:49: aber wir haben jetzt eben auch Menschen und Stiftungen die an uns spenden und das eher wie Finanzierungskapital sehen.
00:23:59: Also wirklich Spenden, die wir komplett für Wachstum nutzen können also um eben dann eine neue Stelle zu schaffen zum Beispiel.
00:24:07: Und damit natürlich auch wieder unsere Wirkung wachsen lassen können.
00:24:11: aber wo man das noch nicht so direkt sieht weil die Stelle das verursacht natürlich erst mal Kosten wenn man da eine neue Person sucht, die einarbeiten muss... Die Wirkung entfaltet sich über einen längeren Zeitraum
00:24:24: Spannend.
00:24:24: Wir haben ja gerade im Vorgespräch, da war die Aufnahme-Tasse noch nicht gedrückt über Netzwerke gesprochen.
00:24:30: So wenn jemand euch unterstützen möchte... jetzt gehen wir mal weg vom Finanziellen sozusagen wo welche Bubble könnte euch helfen mehr Wirkung zu erreichen?
00:24:42: Ja zum einen natürlich ist es einfach Ganz wichtig, dass wir Spenden erhalten.
00:24:48: Dass das auch weiterhin so und wenn irgendwer Unternehmen kennt zum Beispiel die sich für Wirkungsvollen Klimaschutz einsetzen wollen dann wäre es da total toll da eine Vernetzung zu bekommen weil das oft Das was wir machen ist halt nicht Standardprozedere.
00:25:07: Man kann es auch nicht größter Zertifizieren lassen, weil's halt über den verpflichtenden Emissionsanwalt ein systemischer Ansatz ist und kein projektbasierter Ansatz.
00:25:16: Das macht dann teilweise schwierig und braucht auch erst mal eine gewisse Akkleararbeit.
00:25:22: Und da hilft das total wenn Türen geöffnet werden, weil es eben doch ein bisschen Zeit investe erstmal braucht um das zu verstehen und sich daran zu denken.
00:25:36: Ihr konzentriert euch auf Europa.
00:25:40: Möchtest du dazu noch zwei, drei Sätze sagen?
00:25:42: Ich meine das ist ja nicht der schlechteste Momentan würde ich sagen.
00:25:44: aber nichtsdestotrotz ihr macht es ja schon vor allem so wenn ich mich richtig informiert habe.
00:25:50: Ja wie gesagt sehe ich auch nicht schwarz-weiß ne?
00:25:53: Ich würde mich sagen da gibt's irgendwie besser oder schlechter aber ich wollte gerne was anbieten was eben wirklich hier vor Ort wird Und wo das Risiko nicht so hoch ist.
00:26:03: Also im globalen Süden ist es schon so, dass man kann da halt nicht zu den Projekten hinfahren so einfach und die sich anschauen.
00:26:14: Bei den Waldflächen, die wir schaffen, da kann man halt einfach hinfahren.
00:26:17: Da kann jeder sich das anschauen also sehr viel leichter das zu monitorn.
00:26:21: Es ist ja leider so, das ist zurecht auch einiges an Kritik.
00:26:25: gab, weil es eben wirklich auch schlechte Klimaschutzprojekte gibt.
00:26:29: Also die Klima-Schutz verkaufen aber eigentlich gar kein Klima Schutz voranbringen muss man sehr, sehr aufpassen und für mich war's eben ganz wichtig dass es wirklich wirklich eine Wirkung hat
00:26:42: ja
00:26:43: und nicht irgendwie verpufft und das ist auch eine Wirkung hat ab dem ersten Euro.
00:26:48: also es ist wirklich Schritt für Schritt dass wir unserem Ziel einem klimaneutralen Europa einen Schritt näher kommen mit jeder Spende, die wir erhalten.
00:26:57: Und das war was mir einfach ganz wichtig war.
00:27:00: und hier in Europa hat man eben sehr viel mehr Sicherheit, dass man es auch wirklich erreicht dadurch, dass unsere Strukturen sehr gefestigt sind und sicher sind wie jetzt beim verpflichtenden Emissionshandel.
00:27:14: Da würde ich gerne noch mal reingehen, auch wenn es ein kritischer Punkt ist.
00:27:18: Ich glaube das ist wichtig darüber zu sprechen denn für viele Menschen ist.
00:27:23: also CO-Zwei Kompensation löst schon eine gewisse Verwirrung aus, die Komplexität war jetzt schon in der halben Stunde für viele rauszuholen.
00:27:29: Manche verbinden das mit Greenwashing hast du ja gerade gesagt.
00:27:32: Genau, da gibt's leider
00:27:33: halt wirklich viel.
00:27:34: Genau kannst du vielleicht das so ein bisschen tiefer erklären?
00:27:36: Für einen Leinen keine Ahnung sozusagen.
00:27:38: wo ist der Unterschied?
00:27:39: Warum kann das bei euch nicht passieren?
00:27:41: Also... Wie gesagt, ich war ja schon sehr lange in dem Bereich und es gab zum Beispiel im globalen Süden Projekte die dann erst mehr CO² ausgestoßen haben ums danach wieder zu reduzieren.
00:27:53: Um sich die Reduktion gut schreiben zu lassen ist zu verkaufen und damit Geld zu machen.
00:27:57: das ist halt leider so.
00:27:59: wenn man ein System kreiert mit dem man Geld machen kann muss man sehen dass da nicht irgendwie schwarze Schafe reinkommen und das nutzen um Geld zu.
00:28:07: Dann gibt es Projekte, wo einfach die Zusätzlichkeit fehlt.
00:28:10: Also zum Beispiel sind das oft bei den aneuherbaren Energien Windkraftprojekte ,die sich so oder so finanziert hätten, wo man eben nicht das zusätzliche Geld für den Klimaschutz braucht und wo das Geld halt woanders besser eingesetzt wird weil dieses Windkraft-Projekt wäre da so gebaut worden.
00:28:27: oder halt große Wasserkraft-Projekte.
00:28:31: Da werden auf CO-Zertifikat rausgeneriert Weil natürlich man kann das natürlich rechnen, dass Wasserkraft im Vergleich zu Kohlekraft CO-Zwei einspart.
00:28:39: Aber diese Wasserkrafwerke, die würden so oder so laufen weil sie sich einfach lohnen.
00:28:43: und das ist natürlich was wo kein Geld reinfließen sollte für Klimaschutz aber wo leider jetzt noch deutlich Geld rein fließt, weil es halt dann auch sehr günstig ist.
00:28:52: Man kann dann diese Zertifikate für sehr geringes Geld verkaufen, weil jedes Geld für das man das verkauft ist halt einfach Geld, noch zusätzlich erwirtschaftet, was man halt nicht braucht um das Projekt zu realisieren.
00:29:05: Und da muss man eben sehr aufpassen.
00:29:07: also da sollte man schon darauf achten wenn was sehr günstig ist dann sollte man wirklich genau hinschauen.
00:29:14: Das ist halt wie beim Trading auch und das habe ich damals auch so gelernt immer in good face handeln.
00:29:20: wenn irgendwas super günstige angeboten wird unter dem Marktpreis, dann ist da irgendwas faul.
00:29:26: Und der Marktprei in der EU für eine Tonne CO-Zweih also für einen Emissionsrecht schwankt zurzeit so um die achtzig Euro die Tonne und dann kommt eben noch Mehrwertsteuer drauf, die wir zahlen müssen leider als gemeinnütziges Unternehmen trotzdem.
00:29:39: Ja das wissen viele nicht!
00:29:41: Das kommen halt nochmal darauf.
00:29:42: die neunzehn Prozent.
00:29:43: man kann sich dafür aber natürlich wieder von der Steuer erstatten lassen.
00:29:47: Aber ja das kommt auch erstmal noch drauf und dann noch ein bisschen Nebenkosten.
00:29:51: Also wir sind jetzt bei hundertvierzehn Euro die Tonne, also für hundert vierzehnt Euro brauchen wir an Spendengelder um eine Tonne rauszunehmen aus dem System und ungenutzt stillzulegen.
00:30:03: Und bei den Waldflächen ist es ein bisschen günstiger aber da ist halt ein sehr langer Zeitraum.
00:30:09: Da spreche ich auch ganz offen drüber weil da muss man sich wirklich bewusst sein nun?
00:30:12: Die Wälder müssen halt erst mal wachsen!
00:30:14: Und da kann man auch nicht das irgendwie beschleunigen.
00:30:17: Das sind natürlich Prozesse, die brauchen einfach ihre Zeit bis die Bäume wachsen und dann das CO-Zweil in ihrem Holz binden.
00:30:23: Und da muss man einfach transparent sein.
00:30:25: Also das ist sowas klar.
00:30:28: sehen sich... Ich sehe mich auch nach so leichten Versprechen dass wir hier irgendwie die technologische Lösung haben und dann können wir alles lösen und müssen uns gar nicht verändern und es keine Anstrengung.
00:30:39: Das ist natürlich was sehr menschlich ist aber Da brauchen wir auch eine gewisse Ehrlichkeit, sonst kriegen wir das Problem nicht.
00:30:48: nicht in Griff.
00:30:49: Also zum Beispiel, als ich mir angeschaut habe ... weil wir mit Photomower waren ja die CO²-Reduktion über die Emissionsrechte und bei den Umfragen kamen dann raus, dass die Menschen gerne auch CO² aus der Luft holen wollten.
00:31:00: Ja?
00:31:01: So kam das dann dazu, dass wir eben neue Waldflächen in Deutschland schaffen... Und da hab' ich mir auch die technischen Lösungen angeschaudet und Direct Air Capture
00:31:08: z.B.,
00:31:09: ist bei achthundert Euro die Tonne.
00:31:11: also das ist noch mein... Weil
00:31:13: den entfernt, genau!
00:31:15: Da muss man wirklich realistisch rangehen.
00:31:17: Also deswegen bin ich da auch sehr skeptisch, dass gerade beim CO-Zva aus der Luft holen die Technik das in Zukunft alle Probleme lösen wird.
00:31:28: also da sind wir leider noch weit von entfernt.
00:31:33: Ich würde es mir wünschen aber realistischer betrachtet.
00:31:36: Und da bin ich ehemaligerweise auch so ein bisschen zurückhaltend.
00:31:38: Die Frage ist immer was wird dann an neuen Problemen ausgelöst?
00:31:41: manchmal ne?
00:31:42: So Nebenwirkungen sag' ich immer.
00:31:44: Da stellt sich ja bei technischen Lösungen von Menschen immer raus, dass wir das eine ganz toll gerade gelöst haben.
00:31:50: und dann im Nachhinein stelle ich fest, es gab ein anderes Problem.
00:31:53: Das ist noch nicht so richtig im Schirm.
00:31:54: Ja,
00:31:54: es braucht vor allem viel Strom, weil das sind halt Parts per Million.
00:31:58: also um die da irgendwie aus der Luft rauszukriegen.
00:32:01: Das braucht schon ordentlich Energie!
00:32:03: Jetzt hast du schon immer wieder einen Anlauf genommen, darüber haben wir nämlich gar nicht gesprochen.
00:32:06: Er macht dir noch was Zweites hier.
00:32:07: Pflanzt Mischwälter!
00:32:08: Das werden wir natürlich nicht vergessen.
00:32:11: Da sind wir ja gerade am Galanter Übergang.
00:32:12: dann sag gerne ein bisschen etwas dazu, was ihr da macht?
00:32:15: Ja ich habe jetzt grad schon erwähnt mit den Parts per Million.
00:32:17: Ich bin ja Physiker und muss sich auch mal ein bisschen aufpassen dass es sich nicht zu durchnisch wird.
00:32:22: aber wenn man sich das Problem anschaut... Wenn wir den Klimawandel wirklich stoppen wollen, also CO² hat eine sehr langsame Klimavirkung und wir sind jetzt halt bei so vierhundertzwanzig Parts per Million an CO² in der Atmosphäre.
00:32:36: Und wenn wir das wirklich stopben wollen unter einen Prozent fünf Grad und ich finde diese ein Prozent Fünf Grad Grenze immer noch relevant selbst wenn wir die jetzt schon einmal kurzfristig überschritten haben und wahrscheinlich auch langfristig kurz überschreiten werden dann müssen einfach runter damit in grünen Bereich sind bei den planetaren Grenzen, weil sonst kommen wir in diese Kipppunkte vom Klimasystem.
00:32:58: Das ist sehr gefährlich.
00:32:59: Es ist wirklich unglaubliches gefährliches physikalisches Experiment.
00:33:03: Das möchte ich nicht machen.
00:33:05: und Wenn wir das langfristig halten wollen, dann müssen wir von diesen vierhundertzwanzig-Parts per Million, die wir jetzt in der Atmosphäre um uns herum haben wieder runterkommen auf dreihundertfünfzig Parts per Million.
00:33:15: Also es reicht nicht nur den CO² Ausstoß zu reduzieren und klimaneutral zu werden.
00:33:20: Wir müssen auch wirklich CO² aus der Luft holen langfristige.
00:33:24: Und das war so der Punkt, wo ich dachte ja es macht wirklich Sinn.
00:33:27: Dass Menschen das eben auch fordern von uns als gemeinnütziges Unternehmen, dass wir das eben anbieten und da habe ich mir wie gesagt alles Mögliche angeschaut und bin dann drauf gekommen, neue Weiflächen ist das günstigste was wir machen können das, was auch noch die meisten positiven Nebeneffekte hat.
00:33:48: Weil wir haben ja nicht nur das Problem mit der Klimakrise sondern auch die Biodiversitätskrise.
00:33:53: also wir verlieren ja jeden Tag.
00:33:56: ich glaube hundert Arten sterben aus.
00:34:00: und dann habe ich mich da auch sehr schnell für Deutschland entschieden, weil das eben auch wieder diesen systemischen Ansatz hat.
00:34:07: In Deutschland haben wir sehr strenge Waldgesetze.
00:34:10: also das System was wir in Deutschland haben für den Wald ist so aufgebaut dass die Gesamtwaldfläche nur wachsen kann.
00:34:16: Also wenn irgendwo Wald abgeholzt wird müssen Ausgleichsflächen geschaffen werden und die machen wir natürlich nicht.
00:34:21: Da fehlt wieder die Zusätzlichkeit Wir machen wirklich nur Fläche wo sonst kein Wald entstehen wäre Und machen dann wirklich diese flächende Umwandlung.
00:34:29: also wir haben zum Beispiel eine Brachfläche aufgeforstet wozu DDR-Zeiten cool sind abgebaut wurde.
00:34:33: Die seit Jahrzehnten einfach Brach lag, wo nichts mehr gewachsen ist weil die damals einfach die Erde ausgebuddelt haben und dann wieder aufgeschüttet haben ohne drauf zu achten auf die verschiedene Nährschichten.
00:34:43: Aber wir machen zum Teil auch landwirtschaftliche Flächen, wo zum Beispiel früher Tierfutter angebaut wurde.
00:34:47: Weil auf über fünfzig Prozent der landwirtschaftlichen Fläche wird ja einfach Tierfutte angebaut.
00:34:51: Also wenn der Fleischkonsum weiter runtergeht brauchen wir gar nicht mehr so viel Fläche was auch sehr gut ist und wir achten eben darauf dass wir uns die Flächen immer genau anschauen und das dir auch noch bestenfalls Effekte, die wir jetzt schon haben durch den Klimaschutz.
00:35:09: Also so was wie Starkregenereignisseabfedern.
00:35:11: also Wir haben zum Beispiel im letzten Jahr Flächen aufgeforstet, die ein bisschen erhöht liegen und die dann wenn so starkregen Ereignisse kommen Da eben das Wasser aufnehmen sodass es nicht ungebremst hinunter donnert weil das sind einfach Sachen mit denen müssen wir uns schon auseinandersetzen.
00:35:27: Ja ich habe es gerade in Alpen gesehen da hat der Burkenkäferleiter größere Waldstücke vernichtet.
00:35:32: Der werden mittlerweile die Baumstumpfen in so ein Fünfzig Höhe stehen gelassen,
00:35:37: solange
00:35:37: es keinen anderen neuen Baum gibt.
00:35:39: Er braucht seine Zeit das zumindest noch von dem alten Baum, dass der das so ein bisschen anfangen kann.
00:35:44: Dass man quasi eine natürliche Barriere oder Bremse hat ja.
00:35:47: Ja da merken wir auch in Deutschland ganz stark jetzt, dass für uns nicht um die Gesundheit der Wälder gekümmert haben.
00:35:52: Wir haben halt Monokulturen gepflanzt, die man sehr gut ernten konnte aber die überhaupt nicht Resilienz sind.
00:35:57: also deswegen pflanzen wir zum Beispiel Schwälder, weil die halt eine viel stärkere durre Resilienz haben oder gegen den Borkenkäfer.
00:36:06: Und wir machen keine Wiederauffostung, die auch sehr wichtig ist im Moment.
00:36:11: aber die machen wir nicht, weil das müssen die Waldbesitzer sowieso machen also diese Schadflächen jetzt abschöpfen.
00:36:16: Also die Flächen die absterben die müssen sowieso wieder aufgeforstet werden vom Wald besitzen dann.
00:36:21: Okay das heißt ihr sucht Neue Flächen, so wie du gerade beschrieben hast.
00:36:24: Wir
00:36:24: wollen wirklich dass die Gesamtwaldfläche in Deutschland wächst.
00:36:26: wir sind ja jetzt bei ungefähr dreißig Prozent Waldfläche.
00:36:29: Deutschland war vor so tausend Jahren schätzt man zu setzig Prozent beweidet also es wird einfach enorm abgeholzt in Deutschland und da müssen wir jetzt wieder Naturkapital quasi aufbauen.
00:36:42: Jetzt habe ich ja bei den CO-Zertifikaten schon gelernt er guckt sehr stark auf Qualität und das ist transparentes.
00:36:48: Wie macht ihr das mit den Wäldern?
00:36:50: dass ihr sozusagen sicherstellen könnt, ja der Wald entsteht da auch.
00:36:54: Die Bäume können ja auch eingehen.
00:36:55: Ja genau also wir fahren auch wirklich zu jeder Fläche hin Weil das eben so wichtig ist, selbst in Deutschland muss man sich die Flächen anschauen.
00:37:01: Wir arbeiten damit starken Partnern zusammen wie der Schutzgemeinschaft Deutscherwald, die halt schon seit über sechzig Jahren aktiv sind oder mit den lokalen Forstbehörden weil die Standorte halt sehr unterschiedlich sind.
00:37:12: Man musste auch sehr darauf achten wir schauen noch immer ob es nicht sinnvoll wäre da zum Beispiel wieder zu vernessen und dann Moa entstehen zu lassen.
00:37:19: Da hatten wir eine Fläche, da waren so Moalinsen, da ging die Durchnessung aber nicht tief genug um das wirklich in Moa umzuwandeln.
00:37:25: Und dann haben wir dann einfach Moabirken drum gepflanzt.
00:37:28: Also man muss sich sehr die Standorte anschauen und dann bieten wir für Unternehmen auch an, da eine E-Sozertifizierung drauf zu machen.
00:37:36: es gibt leider noch... keine Zertifizierung, sowas wie Gold standard oder sowas für neue Waldflächen in Deutschland.
00:37:43: Das ist echt noch ein Schwachpunkt.
00:37:44: deswegen engagieren wir uns auch beim Wald-Thema-Standard.
00:37:47: die machen gerade Zertifikierungen erst mal jetzt für Wiederaufforstung aber bald auch für die Erstaufforstung.
00:37:52: da sind wir eben auch mit dran.
00:37:54: damit wird das dann auch wirklich extern zertifiziert bekommen.
00:37:57: und mit kooperiert dann jemanden bestimmtes?
00:37:59: Oder macht ihr das dann regional?
00:38:00: Wie muss man sich das vorstellen?
00:38:03: Wir kooperieren wirklich ganz Deutschland Wald.
00:38:06: Das ist auch sehr viel Arbeit, das meine Mitarbeiter haben.
00:38:09: Ich habe doch schon mal Aspekt beim Zuhörens.
00:38:11: Ja weil es wirklich Regionär sehr unterschiedlich ist und auch sehr von der Politik abhängt.
00:38:16: also diese Flächenumwandlung muss natürlich genehmigt werden und wenn's dann einmal Waldfläche ist dann musst du Waldflsche bleiben.
00:38:22: man muss dann die Flächenbesitzenden finden die den Wertverlust in Kauf nehmen.
00:38:26: wir arbeiten viel mit staatlichen Behörden da zusammen, die halt dann teilweise auch die Flächen kaufen.
00:38:32: Also wir kaufen die Fläche nicht selber aber dann muss man eben auch jemand haben.
00:38:36: Wir haben teilweise dann zum Beispiel diese Fläche für Tierfutteranbau.
00:38:40: Da war eben ein Landwirt der gerne wollte das da weit drauf entsteht und der dann auch den Wertverlust im Kauf genommen hat.
00:38:46: also... arbeitet da wirklich mit vielen engagierten Leuten vor Ort zusammen.
00:38:51: Und wir haben jetzt eben ein breites Netzwerk, wo wir dann eben hören okay, da ist eine Fläche die könnte erst aufgeforstet werden aber es fehlt eben an Geldern weil wenn man's einmal umgewandelt hat muss man das natürlich auch bepflanzen und das ist in Deutschland Einer auch nicht so günstig.
00:39:08: Man muss meist auch einen Zaund rumherum bauen, gerade wenn man Mischwälder entstehen lassen möchte weil sonst das Wild alles wegkriegt.
00:39:17: Das ist schon wirklich aufwendig und da geht halt viel Arbeitszeit rein dann.
00:39:23: Da sind Emissionshandel rauskaufen, ist viel weniger Arbeit.
00:39:25: Das
00:39:26: ist einfacher oder?
00:39:27: Es wird sich deutlich einfacher zumindest dann für den Banker.
00:39:30: und aber der Ende ist ja eure Angel schon mal noch nicht.
00:39:32: ihr macht ja so wie ich das verstanden habe richtige Pflanzaktion um auch die Menschen mit einzubinden.
00:39:37: Ja genau.
00:39:38: Dann erzählen wir ein bisschen was dazu.
00:39:40: Ja das haben wir schon von Anfang an gemacht.
00:39:41: es waren natürlich in der.
00:39:43: Wir sind ja gestartet im Jahr in dem Jahr in den Jahren
00:39:46: in den Jahr in zwei Tausend Zwanzig direkt bei Corona.
00:39:48: Oh gut das freu mich!
00:39:49: Ziele alle einstammen, weil meine Kita-Kinder dann auf einmal keine Kita betreuung hatten.
00:39:54: Das war echt eine harte Zeit!
00:39:58: Aber da wollten wir eben auch schon mit Pflanzaktionen machen durften wir aber noch nicht wegen Corona.
00:40:03: Aber sobald das dann wieder ging haben wir das eben geöffnet dass wir gesagt haben Wir fahren ja sowieso hin und kommt doch mit pflanzt auch mit Baum.
00:40:12: Auch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald wenn wir das mit denen zusammenmachen oder mit den Förstern Die sind immer ganz engagiert und erklären dann auch ganz viel darum, zeigen auf wie man Baum richtig pflanzt.
00:40:20: Da gibt es natürlich auch Sachen zu beachten.
00:40:22: Es ist sehr viel händische Arbeit.
00:40:24: wirklich da habe ich auch großen Respekt vor.
00:40:27: also das wirklich jeder Baum, jeder Setzling für Teilzehnte in die Erde gesetzt.
00:40:32: Und das ist dann über die Zeit hinaus gewachsen dass wir das eben dank Finanzierung von Stiftungen wie eben der Planetäo-Stiftung Dass wir daraus auch Projekte machen konnten oder der Postkortlaterie, die haben das mitfinanziert.
00:40:51: Dass wir da aus Projekten machen konnten wo wir mit Schulklassen zusammen aufgeforstet haben und das war wirklich so ein Herzensprojekt für mich.
00:40:59: Weil unsere Kinder werden noch viel mehr damit zu tun haben mit dieser Wiederaufbauarbeit also mit dem der Natur wieder zu helfen ins Gleichgewicht zu kommen.
00:41:15: Hoffentlich nicht mehr ganz so viel mit der Klimakrise.
00:41:17: Und ich kann mir das wirklich gut in den Griff bekommen, mit dem CO-Ausstoß.
00:41:21: aber halt dieses ganze CO-Zwa aus der Luft holen und so.
00:41:23: Das wird noch sehr lange dauern.
00:41:26: Die Kinder sind einfach... total begeistert.
00:41:29: Ich finde es so toll, wir haben jetzt in Bayern eine Fläche gemacht und Sachsen mit zwei Schulklassen zusammen.
00:41:36: Und da ist so ne Begeisterung einfach dafür da und auch für diese positiven Nebeneffekte die der Wald noch betet.
00:41:41: Das ist ja nicht nur CO-Zweih, sondern halt auch wirklich Luft zum Atmen des Grundes Wasser.
00:41:47: Und das Schönste war dann als sie dann ... Die Försterin hat dann erzählt wie groß die Bäume dann so in fünfzig Jahren sind.
00:41:55: Und dann haben die Kinder da angefangen, ihr fünftigjähriges Abitreffen zu planen halt dort an dem Ort wo sie den neuen Wald geschaffen haben um ihnen zu sehen wie der Wald dann aussieht.
00:42:04: also diese Verbundenheit mit den Flächen das macht mir wieder Hoffnung.
00:42:11: Ich mache gleich ein Foto noch nebenbei, weil dieses Strahlen im Gesicht das ist ansteckend.
00:42:16: Die Begeisterung und ja man zeigt dass du da Herzblut dran schlägst und ich kann mir das vorstellen klar und Kinder sind dafür sowas zu begeistern.
00:42:22: also wenn man das dann sieht was das auslöst und dann auch Jahre später Das ist schon wunderbar.
00:42:29: Also sehr sehr cool.
00:42:31: Man sieht ihr seid sehr vielfältig unterwegs.
00:42:32: wahrscheinlich fragen sich gerade alle wie ihr das macht.
00:42:35: Aber da kann man euch ja auch noch mal konkret fragen oder einfach am besten direkt unterstützen, dass ihr mehr helfen der hätte.
00:42:40: Wir
00:42:40: haben im Oktober jetzt auch wieder eine Mitpflanzaktion, neunter Oktober.
00:42:44: NeunterOktober?
00:42:45: Wie kriegt man... wie kann man dann mitmachen?
00:42:47: Einfach auf den Newsletter setzen bei uns oder halt wir werden es auch veröffentlichen auf den sozialen Medien also linked in Instagram, das sind die beiden wo wir aktiv sind und da uns folgen, dann kriegt Man das mit!
00:42:58: Und wo ist die...?
00:43:00: Die wird auch wieder in Sachsen sein
00:43:02: In Sachsen.
00:43:03: Oder Sachsen-Anhalt?
00:43:04: Ich muss noch mal schauen, also wir hatten jetzt eine Fläche die auch gut mit dem Zug zu erreichen ist weil das ist oft halt sonst sehr schwierig dass dann schade wenn man doch noch mehr mit dem Auto fahren muss.
00:43:13: aber Jetzt haben wir eine flächende gut mit den Zug zu erreichen.
00:43:16: Oh perfekt!
00:43:18: Also... sehr im Detail unterwegs auf was ihr alles achtet, Hut ab.
00:43:22: Also ich meine das ist nicht selbstverständlich.
00:43:24: also am besten den Newsletter folgen und dann kann man nicht verpassen ob es in
00:43:28: Sachsen-Sachsen-Anhalt
00:43:29: oder man auch immer am neunten Oktober oder eines der nächsten Aktionen ist.
00:43:33: also toll toll toll du hast in einem anderen Gespräch jetzt ein bisschen harten Kattmann noch aber ich glaube das passt trotzdem ganz gut.
00:43:41: darüber gesprochen dass wir unsere Privilegien bewusst reflektieren sollten also wir selbst.
00:43:47: Was ergibt es für dich aus Verantwortung?
00:43:49: Also, welche Verantwortung ergibt sich
00:43:51: da wirklich?
00:43:52: Ja.
00:43:54: Also Deutschland ist eines der reichsten Länder der Erde und wenn man sich die Historie anschaut dann haben wir auch wirklich einen sehr großen Anteil an der Klimakrise weil das CO² was vor Jahrzehnten ausgestoßen wird das ist ja immer noch in der Atmosphäre und wirkt weiter.
00:44:10: also wir müssen uns da wirklich auch die historische Verantwortung anschauen.
00:44:16: Im globalen Vergleich haben wir wirklich eine große Verantwortung, uns um die Klimakrise zu kümmern und gehören wir halt auch alle selbst, die wenig Vermögen haben.
00:44:32: Wir alle, die wir in Deutschland leben, gehören eben im globalen vergleich zu den Reichsten der Welt und zu denen, die halt die Klima-Krise verursacht haben und jetzt auch wirklich die Verantwortung haben, sie zu lösen.
00:44:48: Meine Mama ist Juristin.
00:44:49: Ich bin sehr mit so Rechtsempfinden aufgewachsen, für mich wirklich ein Punkt der Gerechtigkeit.
00:44:56: Weil die Klimakrise trifft uns auch hier – wir merken es ja schon mit Altal oder Valencia, die schweren Flutkatastrophen – aber sie trifft vor allem auch die Menschen im globalen Süden sehr stark und das sind die Menschen, die wirklich nicht verantwortlich dafür sind kaum Geld haben, um dem entgegenzuwirken.
00:45:21: Und ich weiß das ist so ein bisschen unangenehm finde ich auch unangenergenehm.
00:45:27: wir haben es hier uns schön eingerichtet und dann kommt jemand und sagt eigentlich basiert das ja auf einer Art von Ausbreitung von den natürlichen Ressourcen.
00:45:37: Es gibt ja auch immer den Earth Overshoot Day, der sehr anschaulich ist.
00:45:43: Wo wir halt quasi unsere Forschung schon aufgebaut haben.
00:45:46: Anfang Mai genau.
00:45:49: Das ist erstmal hart sich das bewusst zu machen und sehr unangenehm.
00:45:56: aber ich glaube es ist ja sehr wichtig weil ich denke viele von uns also ich denke die meisten von uns.
00:46:02: Ich habe ein sehr positives Menschenbild.
00:46:04: Die meisten wollen nicht auf Kosten anderer leben sondern wir wollen wirklich Verantwortung übernehmen.
00:46:10: Füllt kein Weg dran vorbeisicht, das bewusst zu machen und in dem Maße wie man es kann.
00:46:14: In manchen Bereichen geht's einfach nicht.
00:46:17: Aber wieder da sind wir bei Photomore.
00:46:19: deswegen habe ich Photomorore gegründet auch damit man eben wirklich Einfluss haben kann auf die Bereiche ja und da Verantwortung übernehmen kann.
00:46:28: also Ja, ja Ich weiß Es ist nicht so einfach so eine Fragestellung aber ich finde es gut.
00:46:32: Also ich find es genau richtig dass man über diesen punkt auch nachdenkt.
00:46:35: Wir hatten Also da wo man geboren wird, das haben wir nicht festgelegt.
00:46:40: Das war Glück, haben wir auch keine Arbeit dran getan und wir haben gut gelebt.
00:46:43: die meisten leben gut in Deutschland also der Großteil.
00:46:47: Also deswegen da etwas zurückzugeben Verantwortung zu tragen und immer natürlich in seinem Rahmen den jeder leisten kann denn natürlich nochmal große Unterschiede hat finde ich mir als richtig auch da den Finger oder mit dem Finger mal draufzuzeigen.
00:47:01: das finde ich völlig in Ordnung.
00:47:03: Kann sich ja gut nachvollziehen.
00:47:06: Ja, jetzt kommt ja das, dann sind wir glaube ich eine perfekte Überleitung hätte ich fast gesagt.
00:47:12: Das eigene Engagement kommt da schnell auch an Grenzen, egal ob man mal eine eigene Company gründet mit Photomorra.
00:47:18: Deswegen bist du ja noch politisch engagiert.
00:47:20: Ich hatte es erwähnt ne?
00:47:20: Du bist im Vorstand Bundesverband nachhaltige Wirtschaft.
00:47:23: Du bist doch auf europäischer Ebene unterwegs.
00:47:27: Wie ist denn dazu gekommen dass du ... Dein Tag hat er auch noch vierundzwanzig Stunden glaub ich.
00:47:31: also vermute ich jetzt mal ganz stark Warum da jetzt das Engagement?
00:47:36: Das würde dich ja auch noch mal ordentlich Zeit und Kraft stellen, Engagement und Kosten.
00:47:39: Ja also für mich war es von Anfang an eigentlich eine politische Verantwortung dass diese Klimakrise gelöst wird.
00:47:47: so wie bei der Ozone Schichter hat das ja auch sehr gut funktioniert.
00:47:49: Da stimmt's ja!
00:47:51: Aber ich habe eben einfach gesehen, da passiert zu wenig trotz Vereinbarung von Paris, es passiert einfach zu wenig auf politischer Ebene.
00:47:59: Und dann kann ich mich nicht zurücklingen und sagen ja, ich mache halt nichts weil die Politik soll's einfach lösen, weil mich betrifft das auch wirklich!
00:48:07: Deswegen glaube ich wir müssen alle aktiv werden – Politik, Wirtschaft und eben auch als Privatpersonen.
00:48:16: Aber die Politik hat natürlich nochmal einen besonderen Hebel.
00:48:19: also das Problem wenn man das beleuchtet ist aus meiner Sicht Dadurch entstanden, dass sich Kosten externalisieren lassen.
00:48:29: So wie CO-Zweikosten oder eben andere Umweltkosten und das positive Benefits nicht internalisiert werden also nicht vergütet werden so was wir zum Beispiel jetzt einen neuen Wald schaffen der dann für sauberes Grundwasser sorgt.
00:48:43: da gibt es keine Vergütung für.
00:48:45: Und das ist ein Problem von unserem Wirtschaftssystem.
00:48:48: und Das ist etwas was auf politischer Ebene gelöst werden muss und was ja auch schon jetzt Schritt für Schritt auch gelöst wird, zum Beispiel in dem eben der CO-Ausstoß nicht mehr umsonst ist für bestimmte Unternehmen.
00:49:03: Sondern dass die sich wirklich das Recht kaufen müssen und idealerweise würden sie sich das Recht kaufen von jemanden, der halt das CO² wieder aus der Luft holt – und nicht vom Start!
00:49:13: So dass wir da wirklich einen Kreislauf haben.
00:49:14: Und da müssen wir hinkommen, dass wir wirklich in diese Kreislaufsysteme kommen damit es langfristig stabil
00:49:22: ist.".
00:49:23: Im Moment ist das, wie wir leben und wirtschaften nicht langfristig stabil.
00:49:26: Weil das ist eben auf einer Ausbeutung von den natürlichen Ressourcen basiert.
00:49:32: Und halt auch zum Teil auch auf einer sozialen Ausbeitung.
00:49:37: Jetzt würde ich mal sagen die aktuelle Handel in Politik macht ja so ein bisschen den Rückwärtsgang.
00:49:44: zum Thema Klimaschutz.
00:49:46: Nehmen wir die Gesellschaft mit in die Pflicht, weil ich finde es immer schwierig nur auf die Politik mit den Finger zu zeigen.
00:49:50: Die sind
00:49:51: ja gewählt.
00:49:51: Ja sie sind gewählt aber trotzdem sind wir alle gefragt.
00:49:54: auch da ist es ruhiger geworden an der Ecke ob das Anger schon angesunken ist da würde sich noch in die Diskussion gehen wollen aber es ist ruhig geworden.
00:50:01: definitiv du hast das gerade gesagt da ist ein großer Hebel auf beiden Seiten.
00:50:08: Wo wäre dein Wünsch dir was gerade an welcher Stelle?
00:50:10: Oder wo hakst du grade einen in deiner Rolle als Vorstand und gehst in die Diskussion oder mach einfach wünscht ihr was.
00:50:16: Also, wovor solltest du... Hättest du gern mehr angeschömmert?
00:50:20: Ja also von der Politik würde ich mir wünschen dass sie wirklich konsequenter das umsetzen, dass sie diese Externalisierung nicht mehr zulassen.
00:50:29: Also dass halt die Kosten die sonst ausgelagert werden wirklich mit eingepreist werden müssen sei es sozial- oder ökologisch in beiden Bereichen.
00:50:39: Was ich mir von der Politik auch noch wünschen würde, ist dass die Populisten nicht so viel Raum geben.
00:50:45: Also im Moment was man sieht deswegen auch der Trend sich glaube ich gerade umgekehrt hat ist das eben Stimmen sehr laut geworden sind die einfach gesagt haben oh den Klimawandel gibt es gar nicht Wir können gar nichts tun.
00:51:00: Und das ist natürlich erst mal einfach, wenn ich irgendwie sage oder dem Menschen gemachten Klimawandel gibt es gar nicht.
00:51:04: Also den Klimawandeln gibt's gar nicht!
00:51:06: Das ist jetzt schwierig geworden zu leugnen weil wir halt schon so stark sehen aber die halt einfach irgendwie dann sagen ne?
00:51:11: Den Menschen gemachte gibts gar nicht.
00:51:14: und als Mensch haben wir ja so eine Veranlagung dass wir es gerne einfach haben wollen.
00:51:19: Ich glaube das vom Gehirn auch einfach Ressourcen schon.
00:51:22: Ressorzen sparen, nicht so viel Anstrengungen.
00:51:25: Ja genau.
00:51:28: dann fallen Menschen sehr leicht auf solche... leichten Lösungen rein, dass man dann sagt Menschen bewachten Klimawandel gibt es gar nicht.
00:51:36: Die Migranten sind Schuld an allem.
00:51:38: also das was wir in der Geschichte auch schon gesehen haben Dann muss man sich nicht mit sich selbst auseinandersetzen ist erstmal einfach Man kann den anderen die schuld geben.
00:51:46: und das ist was das ärgert mich wirklich auch jetzt bei der politik dass dann wieder dieses kommt auch deutschland ist doch nur irgendwie für zwei prozent verantwortlich Das sachen versprochen werden wie zum beispiel das klimageld wurde im kanzlerduell versprochen von märz immer noch nicht umgesetzt, nicht mal die Stromsteuersenkung ist umgesetzt.
00:52:04: Dieses wo man halt den Leuten auch wieder was zurückgeben könnte und wo man eben da die Stimmen der Propolisten entkräften konnte.
00:52:13: Wo man sagen könnte, der Staat ist wirklich für dich da und tut auch etwas.
00:52:18: Da läuft gerade viel verkehrt.
00:52:20: Und dann dieses ganze Grün-Bashing, das mich total stört, wo ich mich wirklich frage warum gehen die nicht gegen die Parteien, die wirklich unsere Demokratie aushebeln wollen?
00:52:30: Da ist doch eher das, wo man sich gegenpositionieren müsste.
00:52:34: Wo wirklich die Gefahr besteht.
00:52:38: Wenn man sich das Parteiprogramm anschaut... ...da ist keine Lösung für die Gerechtigkeitsfrage, da ist keine Lösungen für die Wirtschaftskrise.
00:52:50: So wie es analysiert wurde, wenn das wirklich so umgesetzt wird geht's der Wirtschaft.
00:52:54: viel, viel schlechter als jetzt.
00:52:56: Also das ist wirklich komplett destruktiv und trotzdem wird dagegen so wenig getan.
00:53:02: Und selbst jetzt wo wir halt sehen welche Auswirkungen das in den USA hat wenn so jemand an die Macht kommt der vor allem Eigeninteressen verfolgt wie schädlich das ist für die gesamte Welt.
00:53:15: Selbst da passiert irgendwie noch nicht genug umdenken.
00:53:19: Das finde ich auch schwierig zu nachzuvollziehen.
00:53:23: ehrlich gesagt
00:53:25: War gar nicht so geplant, dass wir da vorbeikommen.
00:53:27: Aber wir haben den gleichen Blick auf die Situation das was jeder der uns folgt dir unter mir.
00:53:35: Das können wir jetzt natürlich nicht lösen.
00:53:36: aber mich interessiert stets du mit dem als Vorstand auch dann mit politikern am tisch und kannst genau diese frage stellen und welche antworten bekommst du?
00:53:45: Ja, wir haben jetzt nächste Woche tatsächlich wieder die Berlin-Tage.
00:53:48: Wo wir mit dem gesamten Vorstand – wir sind ja zu elf – mit Politikerinnen sprechen also mit denen sie sich Zeit nehmen.
00:53:54: für uns das ist natürlich auch immer
00:53:55: noch wichtig
00:54:00: und ich glaube was da besonders wichtig ist dass wir eben genau diese Wirtschaftsunternehmen zeigen können Die es schaffen Wirtschaftswachstum und CO₂-Ausstoßsenkung zuverbinden.
00:54:17: Und das ist ganz, ganz wichtig ... Politikerinnen wirklich das sehen, dass es funktioniert und dass es diese Stimmen auch gibt.
00:54:22: Oder wenn ich dann mit den Sprechern zeige, hier gibt's so viele Privatpersonen, die wirklich freiwillig ihr Geld spenden und Unternehmen, die freiwilligen ihr Geld spenten weil sie eben wollen, dass weniger CO² ausgeschützt wird also die sich freiwilliger engagieren.
00:54:35: Das zeigt natürlich was.
00:54:37: Weil ansonsten, was man leider bei diesen Gesprächen auch oft mitbekommt ist, Stimmen gehört werden und dann auch im Kopf sind.
00:54:47: Und teilweise auch einfach zitiert werden, erst mal ohne Wertung aber einfach zitieren werden die eben sowas wie Dekarbonisierung heißt Zerstörung der Wirtschaft sowas wiedergeben was halt komplett falsch ist.
00:55:05: Das ist etwas wo ich sehr froh bin dass wir dann die Möglichkeit haben eben auch diese andere Seite zu zeigen Weil das glaube ich im Moment noch zu wenig passiert.
00:55:15: Wir müssen uns ja wirklich auch bewusst sein, die fossile Lobby, die jetzt noch mit fossilen Energien viel Geld verdient hat auch wirklich sehr viel Geld für diese Lobbyartheit und wir Menschen sind schon beeinflussbar durch die Menschen, mit denen wir uns umgeben.
00:55:32: Ich glaub da sind wir einfach... Wir sehen uns zwar gerne rational aber da sind so fähig wie wir es gerne würden, dass wir das komplett drinnen können und da muss man eben dann sehr aufpassen.
00:55:47: Jetzt muss ich ein bisschen auf die Zeit gucken.
00:55:48: Ich will ungern mit so einem Stimmungsthema hier gerade enden, dann so... Das ist gerade schwierig!
00:55:54: Kann ich aber total verstehen.
00:55:55: und in eurem Verband zeigen sich ja viele Unternehmen, die erfolgreich anders agieren.
00:56:02: Sehr erfolgreich.
00:56:03: Alleine an Vd-Denke und Coke.
00:56:05: Genau, eigentlich von Vd wird es das auch mit dem Vorstand?
00:56:07: Deswegen
00:56:08: sage ich sie sehr mit dem vorstand Dann sieht man das ja ganz gut.
00:56:12: vielleicht Drehen wir das so in der Richtung, wie behältst du denn bei genau ... Die Diskussion ist ein guter Ausgangspunkt.
00:56:19: Wie erhält man dann einen Zuversicht?
00:56:20: Also... Wie behältest Du Zuversich, dass wir das trotzdem hinbekommen?
00:56:24: die Transformationen?
00:56:26: Ja ich habe einen ganz starken Glauben an die Menschheit.
00:56:29: also ich sehe das manchmal auch ein bisschen wie so'n Test an.
00:56:31: uns Menschen sind wir sind wir in der Lage über unseren Tellerinnen hinauszudenken, sind wir in der Lage langfristige Entscheidungen zu treffen und ich denke das sind wir als Menschheit.
00:56:45: Weil im Grunde wenn man mit Menschen spricht, wir alle wollen angenehmes Klima um uns herum.
00:56:51: Niemand will diese Flutkratastrophen.
00:56:54: Da sind wir alle uns einig.
00:56:56: also von den Zielen her ist da erst schon mal Einigkeit.
00:56:59: es geht jetzt halt darum Was ist der beste Weg?
00:57:03: Wie schnell muss es
00:57:04: geschehen?".
00:57:05: Und da hoffe ich, dass die Menschen noch mehr auf die Wissenschaft hören.
00:57:08: Weil die Naturgesetze, die gelten für jeden auch wenn man nicht dran glaubt oder die nicht mag.
00:57:13: Nicht muss man sich einfach unterordnen.
00:57:17: und das wir eben... Also was ich sehe ist ganz stark, dass wirklich unsere Werte auch wieder mehr dahin gehen, mehr schätzen, was die Natur eigentlich für uns auch bedeutet.
00:57:30: Also wie schön das ist, bald wandern zu gehen?
00:57:33: Die Luft, die wir atmen und dass sie sauber ist wenn man in chinesischen Städten war und dann merkt man kann gar nicht rausgehen weil es so viel Smock ist Das will ja keiner!
00:57:42: Und das ist etwas, was mir halt wieder ganz viel Hoffnung macht.
00:57:45: und das andere, was mich noch ganz viele Hoffnungen macht aus physikalischer Sicht.
00:57:49: Wir gehen ja gerade so von dem fossilen Zeitalter ins elektrifizierte Zeitalte, das elektrifiziertes Zeitalt ist einfach so viel effizienter und damit auch so viel kostengünstiger.
00:58:00: Also es ist ja nicht nur... Es ist ja überhaupt nicht so dass wir irgendwie auf alles möglich verzichten müssen oder so.
00:58:05: Das was wir hinbekommen dass wir unabhängiger werden, dass es demokratischer wird.
00:58:11: Jeder kann seinen eigenen Strom produzieren, selbst wenn ich nur einen Balkon habe, kann ich mir meinen Balkonkraftwerk und eine Batterie kann mein eigenes Strom produziert.
00:58:20: Und ist es halt einfach unglaublich effizient!
00:58:24: Das ist dann eigentlich wirklich so ein No-Brainer.
00:58:27: und das ist ja auch was, was man jetzt schon sehr schön sieht.
00:58:30: Selbst in den USA, selbst wenn man da so einen Trump hat der dann sagt er will das weiße Haus nur noch mit Kohlestromen bestreiben als wirklich total rückwärtsgerichtet.
00:58:41: Selbst da boomt die Erneuerbahnenergie.
00:58:44: Ja.
00:58:45: Das lässt sich nicht mehr aufhalten.
00:58:47: Definitiv nicht!
00:58:48: Der Trend ist
00:58:48: gewonnen.
00:58:49: Und ich will nach ganz kurz, wenn ich darf, auf einer Strecke eingehen.
00:58:55: Der IPCC hat ja gerade das Worst Case-Szenario gestrichen, diese vier Komma acht Grad Erder Hitzung.
00:59:01: Vier Komma Acht Grad kann sich keiner vorstellen!
00:59:03: Es wäre katastrophal besonders so schnell wie das geht, weil es in der Vergangenheit als Tausende von Jahren gedauert ist.
00:59:11: Jetzt geht es so unglaublich schnell.
00:59:14: Das Szenario schon mal gestrichene?
00:59:16: Weil das jetzt halt nicht mehr realistisch ist, dass alles irgendwie alle erneuerbaren wieder zurückgebaut werden und wieder die Kohlekraftwerke aufgebaut werden – das ist schonmal sehr schön.
00:59:25: sehr positiv.
00:59:25: Was allerdings auch gestrichen ist, das positivste Szenario.
00:59:28: Das darf man nicht vergessen.
00:59:29: Also da haben wir noch viel zu tun.
00:59:32: aber Worst Case haben wir schon mal abgewendet.
00:59:34: Aber das heißt auf keinen Fall so wie es hier jetzt leider auch oft von populistisch verbreitet wird dass wir uns irgendwie zurücklehnen können und irgendwie nichts mehr tun müssen.
00:59:43: Ne?
00:59:44: Es heißt nur Wir haben wirklich den Worst Worst case abgewandt.
00:59:48: Aber wir haben immer noch einen ganz weiten Weg.
00:59:52: Wie gesagt, uns läuft die Zeit davon.
00:59:54: Und es ist einfach sehr viel kostengünstiger wenn wir jetzt handeln.
00:59:58: Das Pick hat, glaube ich gerechnet, das ist sechsmal teurer, wenn wir die Schäden finanzieren müssen als wenn wir Jetzt eben
01:00:06: vorbeugen sind.
01:00:07: Ja genau deswegen.
01:00:09: Das macht einfach unglaublich viel Sinn und das macht mir dann wieder Hoffnung und Zuversicht.
01:00:13: Es
01:00:14: ist wie immer im Leben vorsorgen, es besser als nachsorgen.
01:00:17: Der Banker jeden Tag, glaub ich, an der Stelle und wen das noch ein bisschen interessiert?
01:00:22: Was da im Detail passiert ist bei der Streichung des Wurstkäs.
01:00:24: Das hat man in der Folge davor mit Katja vom Adressat-Magazin.
01:00:29: Da sind wir ein bisschen tiefer drauf eingehen.
01:00:31: also Ich würde sagen, wir lassen mal dieses positive Bild stehen was du so gesagt hast auch wenn ich gerne mit dir noch ein Bisschen weiter plaudern würde.
01:00:37: aber vielleicht wiederholen wir das einfach mal irgendwann Bei die Legenheit.
01:00:41: Aber wir machen natürlich lieber gut die fünf mal fünf und gerne dazu immer eine kurze Antwort oder es kommt ja noch eine Frage.
01:00:50: Also, die fünfmal fünf Fragen an Ruth von Häusinger Ich rutsch dir für?
01:00:57: Ich stehe dafür dass wir uns gemeinsam eine lebenswerte Zukunft schaffen können.
01:01:03: Nachhaltigkeit heißt für mich
01:01:06: So zu leben und zur Wirtschaften.
01:01:09: das langfristig ist wirklich stabil und sicheres.
01:01:14: Bezüglich nachhaltigkeit würde ich privat niemals
01:01:18: Profite machen aufgrund von Ausbeutung.
01:01:21: Folgende Frage, Enrico hast du mir noch nicht gestellt?
01:01:25: Ja ich will an der Stelle eigentlich mal ein ganz großes Dankeschön loswerden und all die Unternehmen und die Privatpersonen, die sich wirklich bei uns einsetzen und auch nicht nur bei uns also nicht nur an Fort Moore spenden sondern in so vielen anderen Bereichen auch aktiv werden und für eine Lebenswette Zukunft wirklich arbeiten das finde aus meiner Sicht überhaupt nicht selbstverständlich ist.
01:01:48: Wie gesagt, das freiwillig und genau wie du jetzt auch diesen Podcast machst zum Beispiel, dass es einfach unglaublich, wie viel Engagement da ist und daher einfach nochmal ein ganz großes Dankeschön für...
01:02:00: Ja, ganz ungewöhnlich die Frage!
01:02:04: Soll aber finde ich sehr, sehr cool und ja dem schließe ich mich kann ich sehr gerne unterstützen und ich sehe viele Menschen, die sich engagieren und das ist eigentlicherweise mein Hoffnungsschimmer der mir zufällig Zuversicht gibt.
01:02:16: Ja, eine spannende Folge geht wieder zu Ende, Lieberut.
01:02:20: Dankeschön dass du da warst.
01:02:21: Herzlichen Dank!
01:02:22: Danke dir!
01:02:23: Deine Energie, deine Power die du einbringst den Dank, den du gerade andere gesagt hast.
01:02:26: Den geben wir dir gerne an deinen Engagement zurück und ich glaube das ist in der Folge gut rübergekommen was du leistest ja und mit der Familie.
01:02:34: Dein Mann ist ja mit dabei sozusagen.
01:02:36: Das war fünf nach zwölf mit Ruth von Häusinger.
01:02:39: Wir haben heute darüber gesprochen, wie aus wissenschaftlichen Erkenntnissen konkretes Handeln entstehen kann über den europäischen Emissionshandel neue Wälder in Deutschland und darüber warum Klimaschutz nicht nur eine ökologische sondern auch eine wirtschaftliche Zukunftsfrage ist.
01:02:56: Hut hat gezeigt dass Transformationen durch große politische also auch Entscheidungen entsteht Sondern auch durch Menschen die Verantwortung nehmen neue Ideen entwickeln und andere vor allen Dingen auf die Reise mitnehmen.
01:03:09: Wenn euch dieser Ansatz interessiert, kann ich nur wiederholen, schaut euch vor tomorrow an, informiert euch wie ihr selbst Teil dieser Bewegung werden könnt – es ist wirklich sehr einfach auf der Homepage!
01:03:20: Das ist mir direkt aufgefallen.
01:03:22: Vielen Dank nochmal an dich liebe Ruth für deine Einblicke, dein Blick auf Lösungen, die bereits heute funktionieren.
01:03:29: Danke dir auch dafür dass du so ehrlich über Gründungsverantwortung und Privilegien gesprochen hast.
01:03:34: Das ist nicht nur für diese Folge sehr, sehr wertvoll.
01:03:39: Danke schön!
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